Nach den Aufenthalten in den Bergen war wieder einmal am Meer angesagt.
Mui Ne ist ein kleiner Fischerort im Sueden Vietnams wo sich an einem recht langen Strand Unmengen an Resorts angesiedelt haben. Die Zeit der einfachen gemuetlichen Bungalows am Strand ist leider schon langevorbei. Ich habe trotzdem noch ein recht gemuetliches kleines Guesthouse direkt am Strand gefunden.

Durch den staendigen Wind ist der Strand auch beliebt bei Kite- und Windsurfern und voll davon. Damit einem beim Sonnebaden nicht zu langweilig wird kann man daher denen beim surfen zusehen. Ich wollte es auch selber probieren aber das war mir eindeutig zu teuer.

Nach einem Tag nur faulenzen hab ich mich am zweiten Tag zu den Seheswuerdigkeiten der Gegend aufgemacht, Sandduenen mit weissem und rotem Sand. Dazu hab ich mir ein Motorbike ausgeliehen und wollte zuerst zu den etwas weiter entfernten weissen Sandduenen. Doch dann passierte das von dem ich mich schon bei jeder Fahrt mit einem ausgeliehen Motorbike gefuerchtet hatte, mitten im Nirgendwo fiel der Motor aus und wollte nicht mehr anspringen. Zum Glueck war ein Fischer zur Stelle der mich in das nachste kleine Dorf geschoben hat. Da in Vietnam fast jeder sein Motorrad selber repariert war es recht einfach jemanden zu finden der versucht meines wieder in Gang zu bringen. Nach einer halben Stunde herumgeschrabe und allen moeglichen Tests lief das Bike wieder. Die Zuendkerze war kaputt und die Tankanzeige funktioniert nicht und daher war der Tank leer. Nach der Bezahlung konnte ich meine Fahrt fortsetzen und habe bald die weissen Sandduenen erreicht. Mitten in der Landschaft erheben sich auf einmal groesse Berge von weissem Sand die einem fast den Eindruck von Sarah vermitteln. Ein kleiner blauer See, der wie eine Oase wirkt, verstaerkt diesen Eindruck. Ich bin dann ein bischen auf den Duenen herumgewandert, wo es aufgrund des Windes ueberaschend angenehmen war.

Auf der Rueckfahrt habe ich einen kurzen Stop an einem einsamen Strand eingelegt und mir noch die roten Sandduenen angesehen.

Am dritten Tag war wieder einer Strandtag angesagt.

 

 

 

 

 

Da Lat ist der beliebeste Ferienort fuer Vietnamesen und liegt im zentralen Hochland auf ca. 1500 hm. Doch mit einem kleinen Bergdorf hat diese Stadt nicht viel zu tun. Sie ist eingentlich recht gross und nicht besonders schoen. Da Lat ist auch bekannt fuer die Blumen und Fruechte die hier angebaut werden. Dementsprechend gibt es einen botanischen Garten und einen riesigen Markt. Man kann hier auch viele Adventure-Trips machen. Ich wollte mich diesen aber nicht anschliessen und habe die Gegend alleine erkundet.

Am ersten Tag bin ich mit Motorbike durch die Gegend gefahren und habe mir einige Sehenswuerdigkeiten wie einen Tempel, See und Wasserfall angesehen. Da hier alles auf vietnamesiche Touristen ausgerichtet is, und denen die Naturschoenheit alleine nicht ausrecht, gibt es an jedem Ort zusaetzliche Unterhaltung wie Rodelbahn, Ponnyreiten usw. Aus meiner Sicht zwar eher ueberfluessig, gerodelt bin ich allerdings auch.

Am zweiten Tag habe ich den mit ca. 2200hm hochsten Berg der Umgebung zu besteigen. Zuerst mit dem Fahrrad durch Gemueseplantagen 15km zum Fuss des Berges, danach zu Fuss den Berg hoch. Zuerst durch Zirbenwaelder die fast ein Heimatgefuehl aufkommen liesen. Der letzte Teil wiedrum fuehrte recht steil durch dichten Bergdschungel bevor der begraste Gipfel erreicht war. Von diesem hat man ein wunderbares 360 Grad Panorama. Leider war gerade an diesem Tag das Wetter nicht ganz klar. Das hat mich aber nicht davon abgehalten 1 h auf den Gipfel zu verbringen und die Aussicht und Ruhe zu geniesen.

 

 

 

 

 

Von Da Nang aus gibt es Routen nach Sueden: der Kueste entlang oder durch das zentrale Hochland. Ich habe mich fuer die weniger touristische durch das zentrale Hochland entschieden.

Von Da Nang aus bin ich mit einem Minibus Richtung Kon Tum aufgebrochen. Gleich nach Da Nang begannen die Berge und die Strasse wurde steiler und kurviger. Unser Busfahrer wollte sich anscheinend als Rallyfahrer bewerben so wie der durch die Landschaft gerast ist. An einigen Stellen konnte man noch die Spuren eines recht haeftigen Taifuns mit Ueberschwemmungen und Murenabgaengen sehen.

Nach der 5 stuendiger Fahrt haben wir das auf einem Plateau liegende Kon Tum erreicht. Nach dem einchecken hab ich erstmal die Stadt erkundet, um einiges groesser als erwartet. Die Leute in Kon Tum sind extrem freundlich und lustig und es hat sehr viel Spass gemacht durch die Stadt zu laufen. So wurde ich ueberall freundlich gegruesst, viele Leute haben versucht sich mit dem wenigen English das sie koennen mit mir zu unterhalten. Als einige Marktfrauen sich zu einem Groessenvergleich zu mir gestellt haben wurde ich zur Unterhaltung fuer den ganzen Markt und es wurde viel gelacht und viele wollten ein Foto mit mir machen.

Am naechsten Tag unternahm ich eine Tour mit einem Guide um durch die Doerfer der Umgebung zu wandern und die dortigen ethnischen Minderheiten kennen zu lernen. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Motorbike sind wir ins erste Dorf gekommen. In der Umgebung leben vorallem Bahnar. Merkmal dieser Doerfer ist das markante grosse Gemeinschaftshaus in der Mitte eines jeden Dorfes, genannt Rong. Die Menschen in diesen Dorfern sind im Gegensatz zu den Akha in Laos ueberhaupt nicht scheu, ganz im Gegenteil. So wollte auch hier jeder zwecks Groessenvergleich einmal neben mir stehen und auch meine Armbeharrung sorgte fuer Faszination. Die Bahnar lassen sich auch gerne fotographieren und so habe ich zum ersten mal auch mehr Bilder von den Menschen. Bei der Wanderung passierten wir einige weiter Dorfer und wurden ueberall freundlich begruesst. Die Landschaft war auch recht schoen und es gab immer was zu bestaunen wie z.B. Motorbikes oder Pferdewagen die den Fluss ueberqueren. Der Abschluss der Tour bildete eine Flussfahrt mit einem kleinen Kanu. Zurueck in Kon Tum habe ich noch einmal die Freundlichkeit der Menschen genossen und an einem kleinen Strassenstand leckere Nudeln gegessen.

Fazit aus Kon Tum:
Eine schoene Gegend mit unglaublich freundlichen Menschen. Schade das selbstaendiges Reisen auf Grund von Konflikten zwischen den Bergvoelkern und der Regierung (die Bergvoelker haben im Krieg den Amerikaner geholfen und wurden von ihnen dannach wie ueblich haengen gelassen) in dieser Gegend nicht moeglich ist.

 

 

 

 

 

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